3.477 Einsätze und Übungen der Feuerwehr 2011

Wehrleute leisteten 1427 freiwillige Einsatzstunden

Bad Königshofen (hf). 14 Brandeinsätze, 36 Hilfeleistungen, 38 Einsätze für die Nachalarmierungsstelle und zehn Sicherheitswachen führten bei der Feuerwehr Bad Königshofen zu einem Anstieg der Einsatz- und Übungsstunden von 10.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sagte Kommandant Michael Weber bei der Jahresversammlung am Donnerstagabend im Hotel Ebner. Auch bei vier Fehlalarmierungen rückten Mannschaften aus. Insgesamt wurde die Feuerwehr Bad Königshofen im Jahr 2011 genau 102 Mal benötigt.
Bei den Einsätzen haben 762 Feuerwehrleute insgesamt 1427 Einsatzstunden zu jeder Tages und Nachtzeit freiwillig geleistet. Ein enormes Pensum, für das sich der Kommandant bei all seinen Wehrleuten bedankte.

Michael Weber erinnerte an das Hochwasser zum Jahresbeginn, an Verkehrsunfälle bei Trappstadt, Sulzfeld, Kleinbardorf, Wargolshausen,  an der Nordumgehung Bad Königshofen oder auch an den Unfall an der Abzweigung bei Gabolshausen. Hinzu kamen zwei Personensuchen und der Einsatz mit der Drehleiter bei einem Betriebsunfall. Beim  Brand an einem Wohnhaus in Zimmerau waren die Wehrleute ebenso wie beim Küchenbrand, Brand eines Altpapiercontainers, Brand eines Baumstumpfes oder auch beim Dachstuhlbrand in der Martin-Reinhard-Straße in Bad Königshofen. Zweimal mußten Zimmerbrände gelöscht werden und einmal ein Jägerhochsitz bei Herbstadt. Mit dabei waren die Bad Königshofener beim Silobrand in Mellrichstadt. Bei all diesen und anderen Einsätzen mußte auch die Nachalarmierungsstelle im Feuerwehrhaus besetzt werden.

Der Kommandant erinnerte an Sicherheitswachen bei Prozessionen, beim Mainfeuer, der Grabfeldrallye oder bei der Schleppjagd und beim Martinszug. Nicht zu vergessen, das Auf- und Abhängen der Maikränze, das Ausasten oder das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung. Um für solche Ernstfälle gerüstet zu sein, gab es 42 Übungen, die auf einzelne Gruppen aufgeteilt waren: Gesamtübungen, Zugübungen, für Maschinisten, für Drehleitermaschinisten, für Atemschutzgeräteträger und der Gruppe Absturzsicherung. Hierbei wurden für Ausbildung, Übungen, Lehrgänge und Leistungsprüfungen 1994 Stunden investiert.
Die wichtigsten Übungen, waren die mit der Feuerwehr Untereßfeld und dem BRK in Untereßfeld, die Übung mit der  Feuerwehr Römhild in der Irena - Sendler Schule und die Gemeinschaftsübung mit der Stadtteilfeuerwehr Aub. "Somit kommt die Freiwillige Feuerwehr Bad Königshofen auf eine Anzahl von insgesamt 3477,00 Einsatz- und Übungsstunden. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um 10,3 Prozent.

Zusätzlich wurde für die Gerätewartung und Pflege der Gerätschaften und des Feuerwehrhauses 635,5 Stunden freiwillig geleistet. Dank galt allen, die hier aktiv sind. Herausgestellt hat Michael Weber das gute Verhältnis zur Stadtverwaltung und  
Bürgermeister Thomas Helbling, sowie den Sachbearbeitern für das Feuerwehrwesen Roland  Schüller und Joachim Klier. "Sie haben für die Belange der Feuerwehr immer ein offenes Ohr." Ein besonderes Dankeschön ging an die Firma Hartmann in Merkershausen. Sie stellt für Übungen und Lehrgänge Fahrzeuge zur Verfügung und holt sie dann auch wieder ab. So etwas sei nicht immer selbstverständlich, betonte der Kommandant. Dank galt dem BRK Bad Königshofen, das oftmals bei den Übungen mit dabei ist. Hierzu zählte Michael Weber auch das Schminken bei Großübungen, das entsprechende Zeit benötigt. Letztendlich ging ein Lob an Webers Stellvertreter André Knies, "der mich immer mit extrem großem Engagement unterstützt bei allen Arbeiten und Aufgaben die anfallen. Egal wie viel Zeit sie in Anspruch nehmen." Den Wehrleuten wünschte Kommandant Michael Weber in Jahr mit wenig Einsätzen und immer ein gesundes nach Hause kommen von den Einsätzen in die Familien.

Michael Weber nahm im Rahmen der Zusammenkunft weiterhin Ehrungen vor. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit ging ein Dankeschön und der Ehrenkrug der Bad Königshofener Wehr an  Jochen Krug und Kai Börger. Jochen Krug ist seit 1985 in der Feuerwehr. Zunächst in Großeibstadt, dann in Bad Königshofen. Er war auch lange Zeit  stellvertretender Kreisjugendwart. Deshalb liege ihm die Jugend heute noch am Herzen. Als Gruppenführer in der Feuerwehr Bad Königshofen übernimmt er Verantwortung, ist Schiedsrichter und übernimmt somit auch die Ausbildung der Leistungsprüfungen. Kai Börger war seit 1987 in der Feuerwehr Sulzdorf  und ist seit 2008 in der Bad Königshofener Wehr. In Sulzdorf war er stellvertretender Kommandant und Gruppenführer. Bad Königshofen habe natürlich auch eine Umstellung in einer größeren Feuerwehr mit sich gebracht. Er ist ausgebildeter Maschinist und mit seiner Frau Kerstin immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Den Glückwünschen des Kommandanten schlossen sich auch Kreisbrandrat Peter Bulheller und Kreisbrandinspektor Hermann Weigand an.

Mit dem Zivilabzeichen in Silber ehrte der Kommandant dann Marco Steinmüller, der seit vielen Jahren die Arbeiten ausführt, die im Hintergrund laufen. Er ist als Gerätewart für das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und die Schlauchpflege mit Reparatur verantwortlich. Als Gerätewart hat er sehr viel zu tun mit dem Prüfen der Beladung der Fahrzeuge und der Schläuche. Als Verantwortlicher für die Schlauchpflege macht er auch noch die Reparatur der Schläuche für andere Feuerwehren. Das ganze ist mit sehr großem Zeitaufwand verbunden und obendrein alles noch unentgeltlich. Das Zivilabzeichen in Silber ging dann noch an Jochen Krug. Grund war sein großes Engagement. Michael Weber: "Er investiert sehr viel Zeit in der Feuerwehr und in die Jugendfeuerwehr."

Marco Hahn löst Michael Heintz als Vorsitzender ab

Bad Königshofen (hf). Marco Hahn heißt der neue Vorsitzende des Feuerwehrvereins Bad Königshofen. Er löst Michael Heintz ab, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt bei der Jahresversammlung zur Verfügung stellte. Michael Heintz konnte zur Zusammenkunft im Hotel Ebner neben dem stellvertretenden Bürgermeister Udo Jahrsdörfer, Stadtrat Helmut Zehner, in Vertretung von Bürgermeister Thomas Helbling sowie Mitglieder des Stadtrates begrüßen. Zu Gast waren außerdem Kreisbrandrat Peter Bulheller und Kreisbrandinspektor Hermann Weigand, sowie Ehrenkommandant Gustav Blum, Kreisbrandmeister Walter Mauer und Kameraden aus Römhild sowie Altbürgermeister Clemens Behr und Wachleiter Jörg Kögel vom BRK Bad Königshofen.

Die Versammlung gedacht der Verstorbenen Gustav Leicht und Stefan Würz . Das Protokoll verlas Schriftführer Jochen Staub, den Kassenbericht Thomas Döll. Michael Heintz verwies auf den Mitgliederstand des Feuerwehrvereins Bad Königshofen: 65 Personen sind bei der aktiven Wehr, davon sind 10 Frauen, 67 sind passive Mitglieder und bei der Jugendfeuerwehr sind zwei Feuerwehranwärterinnen und 13 Anwärter. Erinnert hat er an den Kreisfeuerwehrtag, die Zusammenkunft mit der Feuerwehr Römhild und verschiedene Festbesuche. Beim traditionelle Treffen mit den passiven Mitgliedern konnten sich die Passiven gemeinsam mit den Aktiven  in Kleingruppen der Aufgabenstellung der Stationsausbildung stellen. Gut besucht wird der Stammtisch der Passiven.

Einstimmig wurde dann Marco Hahn zum neuen Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Bad Königshofen gewählt. Dann nahm Michael Weber Iman Kaviani, Christoph Miltenberger,
Kathrin Nöth, Vanessa Schüler, Bastian Weiß und Elias Wolf in die Jugendfeuerwehr auf. In die Aktive Wehr wechselten Michael Metz, Johannes Sebald, Silvia Geißler und Sven Kuritka. Neu in der Feuerwehr Bad Königshofen sind: Christoph Wohlfarth (FF Alsleben)
Jochen Katzenberger (FF Gabolshausen), Markus Schunk (FF Zimmerau) und Alberto Guida.

Für Bürgermeister Thomas Helbling überbrachte Stadtrat Helmut Zehner die Grüße der Stadt und dankte für den Einsatz der Wehr. Freiwillige Leistungen seien heute nicht selbstverständlich, sagte Zehner und erinnerte auch an schwierige Einsätze. Schwere Erlebnisse müßten oft verkraftet werden. Dank galt der Mannschaft und der Führungsriege. Kreisbrandrat Peter Bulheller nannte die Wehr in Bad Königshofen ein Vorbild, vor allem was Kameradschaft und Teamgeist betrifft. Er überbrachte die Grüße von Landrat Habermann und meinte, daß die Wehr schon den Wunsch des Landkreischefs erfüllt habe, daß in jedem Jahr in einer Wehr auch eine Frau mit aufgenommen werden sollte. Wichtig für eine Feuerwehr sei die Ausrüstung. Einsatzsicherheit sei das oberstes Gebot. Dem neuen Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Marco Hahn, wünschte er alles gute und das gewisse Fingerspitzengefühl. Dank galt auch den Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr. "In Bad Königshofen ist man in der Jugendarbeit sehr gut aufgestellt, das ist lobenswert," meinte der Kreisbrandrat.

Kreisbrandinspektor Hermann Weigand schloss sich dem an und dankte auch im Namen von Kreisbrandmeister Walter Mauer für die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. Es war ein recht aktives Jahr. Mitgebracht hatte der Kreisbrandinspektor dann Urkunden für Wehrleute, die das Leistungsabzeichen gold-rot absolviert hatten (wir berichteten). Wachleiter Jörg Kögel überbrachte die Grüße der BRK-Mannschaft und dankte für das gute Miteinander. "Wir wissen, was wir an Euch haben." An die gute Tradition der Feuerwehrverbindung erinnerte Kommandant Thomas Eppler aus der Partnerstadt Römhild. Die Zusammenarbeit werde weiter ausgebaut. "Wir gehören zu den wenigen, die die Partnerschaft aktiv unterstützen."  Dank sagte dann auch Michael Wolf für die Unterstützung seines Projektes "Atemtraining für Extremsituationen" und André Knies dankte Kommandant Michael Weber, der vielfältige Arbeiten erledige, die im Hintergrund mitlaufen. Dazu gehören Besprechungen, Gespräche und auch Diskussionen, wenn es um das neue Löschfahrzeug geht. "Schön, daß Du immer zur Verfügung stehst."

Auf die Frage aus der Versammlung wie es mit dem neuen Löschfahrzeug als Ersatz für das in die Jahre gekommene Löschfahrzeug aussieht. informierte Stadtrat Anton Fischer. Danach hat sich der Stadtrat mit dem Thema befaßt. Es geht nun aber um entsprechende Zuschüsse, um die Kosten im Haushalt so gering als möglich zu halten. "In der Prioritätenliste steht das neue Löschfahrzeug ganz oben." Spätestens 2014 soll es zur Verfügung stehen. Ein Dankeschön gab es dann für den scheidenden Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Michael Heintz. Thomas Döll überreichte ein Präsent und dankte im Namen der Wehr für die geleistete Arbeit.


Bericht: Hanns Friedrich