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Atemschutzgeräteträger

Was ist das denn?Geraet

Atemschutzgeräteträger (AGT) sind Feuerwehrleute, die im Einsatz und Übung von der Außenluft unabhängig mit Atemluft (nicht mit reinem Sauerstoff!) versorgt werden. Dafür wird komprimierte Luft in Pressluftflaschen gefüllt. Diese Atemluft wird über den Lungenautomat, der an einer dicht anliegenden Maske befestigt ist beim Einatmen zu den Atmungsorganen des  Atemschutzgeräteträgers verbracht.
Wozu werden Atemschutzgeräte überhaupt gebraucht?
RauchIm Rauch sind sehr gesundheitsschädliche Giftstoffe, die beim einatmen in den Körper gelangen und zum Teil dauerhafte Schäden im Organsystem verursachen (Rauchvergiftung ist die häufigste Todesursache bei Gebäudebränden!). Um die Feuerwehrleute im Einsatz davor  zu schützen wurden Pressluftatmer entwickelt. So ist es möglich, ein Feuer aus nächster Nähe wirkungsvoll zu bekämpfen. Ein weiteres Aufgabenfeld sind auch Einsätze in Siloanlagen oder mit Chemieschutzanzug (näheres s. nächste Seite), der Einsatzkräfte vor gefährlichen Dämpfen und Stoffen  schützt. Ach ja, Tauchen kann man damit nicht.

 

Welche Vorteile hat der Einsatz unter Atemschutz?

Heizkeller
Erinnern sie sich noch, als früher selbst eine Zimmerbrand aus vollen Rohren gelöscht wurde. Man hatte berechtigte Angst, daß das Feuer sich ausbreitet und auf umliegende Gebäude übergreift. Als Folge war der Wasserschaden meistens größer, als der Brandschaden. Mit Hilfe von Feuerwehrleuten unter Atemschutz ist es sehr gut möglich ganz gezielt den Brandherd ausfindig zu machen und mit relativ wenig Wasser zu löschen. Seitdem es ATG's gibt wurden immer mehr vermisste Menschen aus verrauchten Häusern lebend gerettet.

 

 

Welche Gefahren und Risiken gibt es beim Atemschutzeinsatz?

In ein brennendes Gebäude zu gehen ist sehr gefährlich. Es kann viel Unvorhergesehenes geschehen, wie z.B. Einstürze von Gebäudeteilen, Explosionen (Reinigungsbenzin im Küchenschrank, Rauchdurchzündung) oder technische Defekte des Pressluftatmers. Das Material ist die eine, der Mensch die andere Seite. Die körperliche Anstrengung ist sehr hoch, denn immerhin bringt man in voller Montur rund 30 Kilogramm mehr auf die Waage.
Dazu kommen noch ein unhandlicher Schlauch, Rettungsgeräte, Vermisste retten (tragen!), eingeschränkte Sicht und natürlich die Hitze des Feuers. Ohne ausreichende körperliche Fitness ist ein Einsatz von rund 20 min nicht zu schaffen. Länger reicht auch die Luft nicht und danach ist eine lange Pause angesagt. Leider wird allzu oft die psychische Belastung unterschätzt: „Kann ich denn den Vermissten lebend retten?“ „Hoffentlich krieg' ich keine Atemkrise!“ „Komm Ich hier wieder heil raus?“

Wer kann Atemschutzgeräteträger werden?

GaskesselAtemschutzgeräteträger kann jede/r Feuerwehrdienstleistende sein, die/der

● zwischen 18 und 60 ist
● eine Feuerwehrgrundausbildung vorweisen kann
● einen Lehrgang für Atemschutzgeräteträger absolviert hat
● vom Arzt regelmäßig unter Belastung (G26.3) untersucht wird
● regelmäßige Übungen nachweisen kann.

Davon haben wir derzeit 20 Männer und Frauen, die ehrenamtlich ganz schön was riskieren.
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